Liebe Blogleser,
dieser Post dient uns allen dazu, unsere Gedanken und Erlebtes in Rishi Valley einander zugänglich zu machen.
Für mich persönlich ist Rishi Valley ein magischer Ort, Bilder allein können die Energie und Kraft, die dort allgegenwärtig sind, nicht ausdrücken - deswegen freue mich mich über viele Geschichten und Erlebnisse von euch, damit wir alle beim Lesen und Teilen der Gedanken ein wenig nach Rishi Valley gebracht werden.
Vielen Dank...
Eure Martina
Im Juli 2011 haben sich acht Personen dazu entschlossen, den Verein „Lernleitern ins Leben e.V.“ zu gründen, der die Beschulung der etwa 460 Kinder in den Satellite-Schools in Indien durch Übernahme einer Schul-Patenschaft sicherstellen soll. Diese Schulen werden unter der Organisation RIVER (Rishy Valley Institute for Educational Resources)geleitet und liegen im Süden Indiens, inmitten einer von Dürre stark bedrohten ländlichen Gegend, die von Kleinbauern und Hirten besiedelt ist.
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Liebe Leser,
AntwortenLöschennach einem einmonatigem Aufenthalt in Rishi Valley kann ich nur sagen, dass es die bestmögliche Entscheidung war an dem deutsch-indischen Kooperationsprojekt teilzunehmen. Die Eindrücke sind so vielschichtig und bereichernd dass Worte nicht ausreichen das zu beschreiben - man muss es erlebt haben.:)
Beste Grüße, Maria
Ich habe zusammen mit Maria (siehe oben) einen Monat an der Rishi Valley School verbracht und habe in dieser Zeit viele interessante Erfahrungen gesammelt:
AntwortenLöschenMarias und meine Aufgabe bestand darin, Schüler der satellite-schools der ersten und zweiten Klasse im Fach Englisch zu unterstützen. Wir taten dies vor allem durch englische Lieder, kurze Theaterstücke, Zaubertricks und Spiele. Die Kinder beteiligten sich mit Begeisterung an den von uns angebotenen Aktivitäten. Die Lehrer der beiden Schulen, an denen wir vormittags jeweils für eine Stunde unterrichteten, waren uns für unsere Dienste sehr dankbar und waren froh über die neuen Inspirationen, die sie durch uns erhielten. Unsere Freizeit nutzten Maria und ich, um Materialien (z.B. die Figuren für ein puppet play) für den Englisch-Unterricht herzustellen.
Es blieb aber auf jeden Fall genügend Zeit, um auch anderen Beschäftigungen nachzugehen, beispielsweise Wanderungen durch die unglaublich schöne Landschaft des Rishi Valley oder das Herstellen eines Halstuchs mit Hilfe der Batiktechnik.
Frühstück, Mittag – und Abendessen nahmen wir in der dining hall der Rishi Valley School ein. Für mich persönlich war das Essen eines der Highlights unseres Aufenthalts in Indien, da ich es sehr, sehr lecker fand und mir außerdem das Verbot von nicht-vegetarischem Essen, das in der dining hall herrscht, als jahrelanger Vegetarierin sehr entgegenkam. :-)
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass unsere Arbeit an den satellite-schools sehr hilfreich und nützlich sowohl für die indischen Kinder als auch die Lehrer dort war und es hat mich sehr gefreut, auf diese Weise etwas zum deutsch-indischen Kooperationsprojekt beitragen zu dürfen.
Sabine
Liebe Blogleser,
AntwortenLöschenes ist gar nicht so einfach, die Eindrücke, die ich bei meinem Aufenthalt im Rishi Valley im September/Oktober 2012 gesammelt habe, in Worte zu fassen.
Ich finde es erstaunlich, dass an einem so entlegen scheinenden Ort eine innovative Unterrichtsmethodologie entstanden ist, welche nicht nur national, sondern international ausstrahlt. Bedenkt man, dass konventioneller Unterricht in Indien von Nachsprechen und Auswendiglernen geprägt ist, erscheint es umso erstaunlicher, dass diese Methodologie voll individualisiertes Lernen ermöglicht. Beachtlich fand ich die Kreativität und das Engagement der Lehrer, ganz zu schweigen von der Neugier und Pfiffigkeit der Schüler. Erstaunlich auch, wie sehr sich die Atmosphäre von derjenigen unterscheidet, die ich aus verschiedenen anderen Bildungsprojekten in Indien kenne. Ungewöhnlich an den Satellite Schools ist es, dass der Unterricht hier, anstatt sich an städtischen Mittelklasse-Idealen zu orientieren, bewusst lokalen Traditionen verhaftet ist: Die Unterrichtssprache ist Telugu, die Kinder beschäftigen sich beispielsweise mit traditionellem Handwerk, lernen Volkslieder, erkunden die Natur vor Ort und spielen Schattentheater.
Die Begegnung mit ganz besonderen großen und kleinen Menschen wird lange nachwirken und wird es wird hoffentlich nicht mein letzter Aufenthalt in Rishi Valley gewesen sein. Es ist eben ein ganz erstaunlicher Ort.
Am besten selbst hinfahren und selbst staunen.
Lea